TP2.3 – Schwan­kun­gen der sai­so­na­len Vor­her­sag­bar­keit von Som­mer­tem­pe­ra­tu­ren über Mit­tel­eu­ro­pa und dem Nord­at­lan­tik

Klimamodelle müssen getestet werden um herauszufinden, ob sie zuverlässige Vorhersagen des zukünftigen Klimas liefern können. Zur Validierung der Modelle werden sogenannte nachträgliche Vorhersagen gemacht, Modellvorhersagen für die Vergangenheit basierend auf zu jener Zeit verfügbaren Klimainformationen, die mit Beobachtungsdaten verglichen werden können. Ziel dieses Projektes ist es, die Variationen des Sommerklimas über Europa in den vergangenen 100 Jahre zu analysieren um daraus Rückschlüsse für die Variationen der Vorhersagbarkeit des Sommerklimas über Europa zu ziehen. Dabei untersuchen wir, inwiefern die Vorhersagegüte einzelner Sommer von den jeweilig vorherrschenden Wetterstrukturen in dem jeweiligen Jahr abhängt. Dafür analysieren wir ein Ensemble nachträglicher Vorhersagen und testen, ob sich die Vorhersagegüte für das Sommerklima über Europa erhöhen lässt, wenn auf die jeweiligen Wetterstrukturen in der Analyse der Vorhersagbarkeit geachtet wird. Konkretes Ziel dieses Projektes ist es, die Ergebnisse auch für zukünftige Vorhersagen vom Sommerklima über Europa direkt nutzbar zu machen.

Saisonale Vorhersagegüte des untersuchten Klimamodells für die Monate Juli-August für 500hPa Druck (links) vor und (rechts) nach unserer Analyse. Punkte markieren Orte signifikanter Vorhersagegüte. (Bild: IfM, Universität Hamburg)

Ziele und Forschungsfragen

  • Saisonale Vorhersagbarkeit des Sommerklimas über Europa
  • Welche Gebiete und Wetterstrukturen beeinflussen das Europäische Sommerklima?
  • Gibt es eine Abhängigkeit zwischen der Vorhersagegüte und den vorherrschenden Wetterstrukturen?

Methoden

PI

Johanna Baehr, Institut für Meereskunde, Universität Hamburg

Team

Vimal Koul, Institut für Meereskunde, Universität Hamburg