TP3.1 – Schwankungen und Trends der atlantischen Zirkulation in hochauflösenden Ozeanmodellen

In diesem Projekt sollen die Veränderungen des Atlantischen Ozeans über die letzten Jahrzehnte mit Hilfe von Modellrechnungen nachvollzogen werden. Zur realistischen Darstellung der maßgeblichen Frontalzonen (Übergangszonen zwischen Wassermassen mit unterschiedlichen Temperaturen und Salzgehalten wie z. B. dem Nordatlantikstrom im subpolaren Nordatlantik), schmalen Randströmungen und starken Strömungswirbeln wird ein sehr feinmaschiges Ozeanmodell verwendet. Mit dem Modell wird die Reaktion der Strömungen und der Wassereigenschaften wie Temperatur und Salzgehalt auf die Wetterfluktuationen und Klimatrends der letzten 60 Jahre berechnet. Die Ergebnisse sollen weitere Aufschlüsse über die Mechanismen von Zirkulationsschwankungen geben und dabei helfen, regionale Beobachtungsbefunde in einen räumlich und zeitlich erweiterten Zusammenhang stellen zu können.

Ziele

  • Realitätsnahe Modellsimulationen des Atlantischen Ozeans über die letzten Jahrzehnte erzielen
  • Erforschung der Ursachen und regionalen Auswirkungen von Schwankungen und Trends der großräumigen Zirkulation
  • Unterstützung der Interpretation zeitlich und räumlich begrenzter Messprogramme

Methoden

  • Globales Ozean-Meereis-Modell mit hoher Auflösung (1/20°, d.h. Maschenweite 3-5 km) im Atlantik
  • Simulation der ozeanischen Reaktion auf atmosphärische Variabilität der letzten 60 Jahre
  • Modellexperimente zur Identifizierung von wesentlichen Einflussfaktoren und Mechanismen
Modellsimulation der Oberflächen-Strömungsgeschwindigkeiten (m/s) im Atlantik. (Bild: Geomar Kiel)

PIs

Claus Böning, GEOMAR Kiel

Arne Biastoch, GEOMAR Kiel

Team

Markus Scheinert, GEOMAR Kiel

Klaus Getzlaff, GEOMAR Kiel