TP3.4 – Hochaufgelöste initialisierte dekadische Vorhersagen atlantischer und europäischer Klimavariationen

Mittelfristige Klimavorhersagen befassen sich mit Prognosen über einen Zeitraum von Jahren bis zu wenigen Jahrzehnten und liegen damit im Übergangsbereich zwischen Wettervorhersagen und den Klimaprojektionen für das kommende Jahrhundert. Unsere Forschung trägt dazu bei ein Vorhersagesystem zu etablieren, das mittelfristige Vorhersagen für den Nordatlantik und Europa liefert. Diese Prognosen sind relevant für ökonomische, politische und gesellschaftliche Entscheidungen. Der Erfolg von dekadischen Vorhersagen basiert wesentlich auf einer präzisen Kenntnis des Ozeanzustandes und einer möglichst realistischen Darstellung seiner zeitlichen und räumlichen Entwicklung. Hauptziel des Projektes ist daher, zwischenjährliche bis dekadische Variabilität und Vorhersagbarkeit der atlantischen Zirkulation und der von ihr beeinflussten Regionen (Europa, Europäisches Nordmeer) in einem gekoppelten Ozean-Atmosphärenmodell mit bisher nicht erreichter Auflösung im Ozean zu untersuchen. Die verbesserte Darstellung der Zirkulation und von Prozessen der Ozean-Atmosphäre Wechselwirkung wird Auswirkungen auf die Variabilität, auf die Signalausbreitung und Fernwirkungen haben.

Forschungsfragen und Ziele

  • Welche Rolle spielt die Ozeandynamik auf dekadische Vorhersagen und welchen Einfluss hat deren Repräsentation im wirbelauflösenden Modell?
  • Untersuchung von Ozean-Atmosphäre Wechselwirkungen inklusive der Abhängigkeit von der Modellauflösung in Ozean und Atmosphäre
  • Analyse und Bewertung von hochaufgelösten retrospektiven Vorhersagen und Prognosen für die ersten Dekaden des 21. Jahrhunderts im Vergleich mit Beobachtungen

Methoden

Strömungsgeschwindigkeit in 100m Tiefe im MPI-ESM-ER Modell (Simulation der historischen Periode, Dezember 1980). (Bild: MPI, Hamburg)

PIs

Johann Jungclaus, Max-Planck-Institut für Meteorologie, Hamburg

Jochem Marotzke, Max-Planck-Institut für Meteorologie, Hamburg

Daniela Matei, Max-Planck-Institut für Meteorologie, Hamburg

Jin-Song von Storch, Max-Planck-Institut für Meteorologie, Hamburg

Team

Oliver Gutjahr, Max-Planck-Institut für Meteorologie, Hamburg

Helmuth Haak, Max-Planck-Institut für Meteorologie, Hamburg